
Das Orchester
Das Schwäbische Jugendsinfonieorchester zählt zu den führenden Jugendorchestern in Süddeutschland. Seit seiner Gründung 1959 durch Richard Maier ist es zu einem großen Sinfonieorchester mit bis zu 100 jugendlichen Mitgliedern angewachsen, die sich durch ein Probespiel für die Teilnahme qualifizieren müssen.
Mehr als 3000 junge Instrumentalisten aus Schwaben und fast 100 Solisten aus vielen Teilen der Welt haben in mehr als 300 Konzerten über 350 verschiedene Stücke des abendländischen Konzertrepertoires gespielt. Eine beträchtliche Anzahl ehemaliger Mitglieder gehört heute bedeutenden Orchestern an wie z.B. den Berliner Philharmonikern oder den Rundfunkorchestern in München, Stuttgart, Hamburg, Hannover und Köln.
Zweimal im Jahr kommt das Orchester zu Probenphasen zusammen, die jeweils mit mindestens drei Konzerten abgeschlossen werden. Livemitschnitte der Konzerte und Studioproduktionen, die auch als CD erscheinen, werden immer wieder vom Bayerischen Rundfunk gesendet. Erst kürzlich erschien beim deutsch-italienischen Label Aulos eine professionell produzierte CD mit Werken von César Franck, Gabriel Fauré und Maurice Ravel.
Bedingt durch die Größe bzw. umfangreiche Besetzung widmet sich das Orchester vor allem der großen Orchesterliteratur des 19. Jahrhunderts und - seit Christian Pyhrr im Jahre 1994 die Künstlerische Leitung übernommen hat - auch zunehmend des 20. Jahrhunderts. So kamen in den letzten Jahren Hauptwerke der klassischen Moderne zur Aufführung wie die 5. und 10. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch, „Feuervogel" von Igor Strawinsky, „La mer" von Claude Debussy, das Violinkonzert von Alban Berg und von Béla Bartók das Konzert für Orchester und das 2. Violinkonzert, außerdem von Noam Sheriff „Prayers" für Streichorchester.
Garant für die in den Konzertprogrammen stets beachtlichen spieltechnischen und musikalischen Leistungen der jugendlichen Musiker ist die seit vielen Jahren konstante Gruppe der Dozenten, die dem Dirigenten bei der Einstudierung zur Seite steht.
Fast alle der zumeist sehr jungen Solistinnen und Solisten, die im Laufe der letzten Jahre zum Teil mehrfach mit dem Schwäbischen Jugendsinfonieorchester aufgetreten sind, haben inzwischen große internationale Wettbewerbe gewonnen und gastieren heute auf allen wichtigen Konzertpodien weltweit: die GeigerInnen Ursula Berg, Karina Buschinger, Carolin Widmann, Veronika Eberle und Nicolai Satschenko, die Hornistin Claudia Strenckert, der Cellist Johannes Moser und der Pianist Ingmar Schwindt.
Das Orchester wurde wiederholt zu Gastkonzerten verpflichtet. Hervorzuheben sind dabei das Festkonzert zum Internationalen Richard-Wagner-Kongress in Augsburg 2004 und die Einladung zu den Ottobeurer Basilika-Konzerten mit der 3. Sinfonie von Anton Bruckner im gleichen Jahr .
Der Rotary-Club Augsburg-Fuggerstadt verlieh dem Schwäbischen Jugend-sinfonieorchester im Frühjahr 2005 den mit 3.000,-- Euro dotierten Förderpreis für die junge Generation.
Im Mozartjahr 2006 ist das Orchester nach vielen Jahren wieder einmal in einer Kammerorchesterformation aufgetreten. Unter dem Titel „Mordnacht Mozart„ kamen Werke von Mozart und Kompositionen seiner Zeitgenossen Salieri und Süßmayr zur Aufführung. Das Konzert wurde von dem bekannten Kabarettisten Herbert Feuerstein moderiert.
Förderung, Träger
Der Bezirk Schwaben fördert das Schwäbische Jugendsinfonieorchester mit einem jährlichen Zuschuß von Euro 38.000,-. Träger des Orchester ist die Schwabenakademie Irsee.

